EMPOWER Transfer Journeys gestartet
Auftakt bei der Medienanstalt Rheinland-Pfalz zeigt, wie New Work in der Praxis gelingt
Ludwigshafen, 26.05.2026: Dank des Verbundprojekts EMPOWER konnten an der Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen (HWG LU) zwei nach New Work-Prinzipien gestaltete Experimentierräume erschaffen werden, die sich mittlerweile großer Beliebtheit erfreuen – sowohl bei Hochschulangehörigen als auch bei externen Gästen. Doch das New Work-Team hat sich zum Ziel gesetzt, moderne Arbeitswelten auch direkt vor Ort erlebbar zu machen und geht nun mit diesem Thema in die Region.
Dafür haben die New Work-Expert:innen des zuständigen Instituts für Beschäftigung und Employability IBE die neue Veranstaltungsreihe „EMPOWER Transfer Journeys“ ins Leben gerufen. Den Auftakt bildete am 20. Mai 2026 ein Besuch bei der Medienanstalt Rhein-land-Pfalz in Ludwigshafen. Unter dem Titel „Empower Your Work – Neue Arbeitsumgebungen: Von der Idee zur Wirklichkeit“ erhielten die Teilnehmenden spannende Einblicke in die moderne Arbeitswelt der Medienanstalt und den zugrunde liegenden Transformationsprozess.
Umfassendes Change Management
Zum Auftakt der vierstündigen Veranstaltung begrüßte Direktor Dr. Marc Jan Eumann die Gäste und stellte die Arbeit seiner Institution vor: Die Medienanstalt engagiert sich unter anderem für Medienvielfalt, Meinungsfreiheit, Jugendmedienschutz sowie Medienkompetenz und gestaltet den digitalen Wandel in Rheinland-Pfalz aktiv mit. Seit Eumann 2018 die Leitung übernommen hat, befindet sich die Medienanstalt in einem umfassenden Veränderungsprozess.
Ergänzend berichtete Steffi Drommer aus ihrer Perspektive als Assistenz der Direktion anschaulich über die verschiedenen Phasen des umfänglichen Change Management-Prozesses ganz allgemein und die New Work-Aspekte im Besonderen. Der Wandel, den die Medienanstalt vollzogen hat, zeigt sich nämlich nicht nur in der Unternehmenskultur, sondern auch ganz konkret in der Arbeitsumgebung – und ist damit für jedermann erlebbar.
Offene Arbeitskultur als Grundprinzip
Ausgangspunkt des Projekts waren grundlegende Fragen nach Identität, Selbstverständnis und Markenkern der Organisation. In dieser Anfangsphase kam auch der Kontakt mit dem hochschulzugehörigen Institut für Beschäftigung und Employability IBE zustande, das den Prozess wissenschaftlich begleitete. Grundlage für die eingeleiteten Veränderungen war eine umfangreiche Mitarbeitendenbefragung zu Themen wie mobilem Arbeiten, Desksharing und Raumgestaltung. Die Ergebnisse machten deutlich, dass sich viele Beschäftigte mehr Austauschmöglichkeiten, moderne Arbeitsflächen und flexiblere Arbeitsformen wünschen.
Der daraufhin angestoßene kulturelle Wandel spiegelt sich heute auch räumlich wider: Aus ehemals klassischen Behördenstrukturen mit zahlreichen Einzelbüros sind Schritt für Schritt offene, helle und kommunikative Arbeitsbereiche entstanden. Im Mittelpunkt: Teamarbeit, Transparenz und Begegnung. Highlight ist die Teamküche, die als Kick-off-Projekt umgesetzt wurde und bis heute das Herzstück der neuen Arbeitswelt bildet. Viele Bereiche wurden in Eigenregie vom Team der Medienanstalt geplant und umgesetzt – unterstützt von einer Architektin sowie intensiven Beteiligungs- und Abstimmungsprozessen.
Am Transfer Journey-Nachmittag konnten die Teilnehmenden bei einem Rundgang durch die Räumlichkeiten die umgestalteten Arbeitsflächen, Besprechungsbereiche und Rück-zugsorte besichtigen. Moderne, freundliche Gestaltung, Pflanzen, flexible Möbel und durchdachte Raumkonzepte belegen eindrucksvoll, wie New Work auch in einer öffentlichen Einrichtung konkret umgesetzt werden kann.
Neben fachlichen Impulsen bot die Veranstaltung auch interaktive Elemente. Vertreterinnen des Instituts für Beschäftigung und Employability IBE – Silke Eilers, Jessica Piroth und Anna-Maria Ogermann – führten zunächst in die Thematik ein und stellten das „IBE New Work Haus“ als Orientierungsmodell für die Arbeitswelt von morgen vor. Im anschließenden LEGO® SERIOUS PLAY® Workshop entwickelte Trainer, Coach und Berater Martin Bin-zen gemeinsam mit den Teilnehmenden kreative Perspektiven auf zukünftige Arbeitsumgebungen. Mithilfe kleiner LEGO®-Sets entstanden Modelle und Ideen, die kooperative Arbeitsformen, Kommunikation und moderne Raumgestaltung greifbar machten.
New Work – weit mehr als ein schickes Büro
Die erste EMPOWER Transfer Journey zeigte eindrucksvoll, dass New Work weit mehr bedeutet als moderne Möbel oder offene Büros – aber auch, dass erfolgreiche Transformation Zeit, Beteiligung, Kommunikation und eine klare gemeinsame Vision braucht.
Weitere Transfer Journeys innerhalb der EMPOWER-Region Rheinhessen und Vorderpfalz sind bereits in Planung:
- Transfer-Journey „KI“ anlässlich des Mittelstandstags am 26.08.2026 in Idar-Oberstein
- Transfer-Journey „Netzwerken“ am 15.09.2026 bei HitchOn in Mainz