Voller Erfolg! EMPOWER bei Nacht der Wissenschaft an der TH Bingen
Zwischen Labor, Vortrag und Mitmachaktionen: EMPOWER macht Wissenschaft erlebbar – und zeigt, wie Transfer im Hochschulverbund gelingt
Ludwigshafen/Bingen, 21.04.2026: Von allen Seiten gab es nur Lob für die Nacht der Wissenschaft, die am 17. April nach mehreren Jahren Pause zum fünften Mal an unserer Verbundhochschule, der Technischen Hochschule Bingen, stattgefunden hat. Eine deutlich vierstellige Zahl an Besucher:innen nutzten am vergangenen Freitag die Gelegenheit, beim Campus-Event in Bingen-Büdesheim Forschung und Technik hautnah zu erleben und sich von der Vielfalt wissenschaftlicher Themen inspirieren zu lassen.
Auch zahlreiche EMPOWER-Beteiligte trugen mit großem Engagement zum Gelingen des Abends bei – mit Vorträgen, interaktiven Angeboten und spannenden Einblicken in ihre Projekte.
EMPOWER-Forschende im Dialog
Mit gleich zwei Vorträgen war EMPOWER im Abendprogramm vertreten:
Im Projekt „Raise Your Voice!“ stellte Darina Schilirò von der Katholischen Hochschule Mainz zentrale Fragen zum gesellschaftlichen Diskurs über Migration. Im Fokus stand, wie unterschiedlich Medien und junge Menschen über Migration sprechen – und welche Wege es zu einem inklusiveren Diskurs geben kann. Präsentiert wurden erste Ergebnisse der ersten Projektphase sowie ein Ausblick auf die nächsten Schritte. Der Vortrag stieß auf großes Interesse und wurde von einer lebendigen Diskussion mit zahlreichen Fragen aus dem Publikum begleitet.
„Medien prägen Vorstellungen von Migration stärker, als uns oft bewusst ist. Unser Ziel im Projekt ist es, zu erforschen und sichtbar zu machen, wie Sprache und visuelle Darstellungen das Bild von Migrantinnen und Migranten mitformen – und darauf aufbauend einen inklusiveren Migrationsdiskurs zu fördern“, so Darina Schilirò.
Der EMPOWER-Vortrag zu „Smart City Security“ von Prof. Dr. Christoph Giess, Hochschule Worms, beleuchtete kritisch, was „smarte“ Städte eigentlich ausmacht. Dabei wurde deutlich: Smart bedeutet nicht zwangsläufig mehr Technologie, sondern kluge, nachhaltige und sichere Lösungen. Diskutiert wurden Chancen digitaler Vernetzung ebenso wie Risiken durch wachsende Abhängigkeiten und mögliche Störanfälligkeiten.
Mitmachen, staunen, verstehen
Neben den Vorträgen boten zahlreiche EMPOWER-Projekte ein abwechslungsreiches Mitmachprogramm:
• Das Projekt, das zu nachhaltigen Futtermitteln und Werkstoffen aus Insekten forscht, begeisterte mit Einblicken in innovative Kreislaufwirtschaft – inklusive Seifenherstellung, Insektenverkostung und Laborführungen, bei denen der Andrang zeitweise kaum zu bewältigen war.
• Das Team der stadtnahen Experimentierflächen und Begrünung zeigte anhand ei-nes Dachmodells mit Klimastation und Messungen der gefühlten Temperatur sowie Treibhausgasen praxisnah, wie urbane Räume klimaresilient gestaltet werden können.
• Im Labor zur Wasserstoffspeicherung wurde an der in EMPOWER entwickelten Demonstrationsanlage anschaulich gezeigt, wie überschüssiger Strom sinnvoll genutzt werden kann.
• Kreativ wurde es beim Mitmachangebot rund um Seifenherstellung und Mikroorganismen, bei dem Wissenschaft im wahrsten Sinne „begreifbar“ wurde.
Neben diesen Projekten der Technischen Hochschule Bingen im Kontext Sustainability lud ein interaktives Quiz zur Datenkompetenz im Gesundheitswesen – gestaltet von der Katholischen Hochschule Mainz – Besucher:innen dazu ein, ihr Wissen spielerisch zu testen: Über ein Glücksrad erhielten Teilnehmende Fragen zu Themen wie Ethik, Datenschutz und evidenzbasierter Praxis. Mit jeder richtigen Antwort ging es eine Stufe weiter, bis schließlich die Chance auf einen Hauptpreis bestand. Das Format führte immer wieder zu angeregten Diskussionen und einem intensiven Austausch unterschiedlicher Perspektiven.
Ergänzend dazu wurde eine Schätzfrage zur digitalen Patient:innenakte angeboten, die ebenfalls auf großes Interesse stieß und zahlreiche Gespräche über Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung im Gesundheitswesen auslöste.
Sichtbar und erlebbar: Starker EMPOWER-Verbund
Darüber hinaus konnten sich Besucher:innen am allgemeinen EMPOWER-Stand über die Verbundprojekte und Nachhaltigkeitsthemen informieren und mit Projektbeteiligten ins Gespräch kommen. Deutlich wurde dabei einmal mehr, wie wichtig interdisziplinäre Zusammenarbeit und praxisnahe Forschung für die Gestaltung nachhaltiger Zukunftslösungen sind.
Auch aus organisatorischer Perspektive fällt das Fazit durchweg positiv aus: Dr. Andrea Lösch, Transfermanagerin des Binger EMPOWER-Teams und zentrale Schnittstelle zum Gesamtverbund, war maßgeblich in die Vorbereitung der Veranstaltung auf dem Büdesheimer Campus eingebunden und koordinierte die EMPOWER-Beiträge. Besonders freute sie sich, dass sich neben den Binger EMPOWER-Teams auch die Katholische Hochschule Mainz und die Hochschule Worms engagierten – ein Zeichen für die Stärke des Verbunds. Ihr Resümee: „Die Nacht der Wissenschaft war eine tolle Veranstaltung mit vielen begeisterten Besucherinnen und Besuchern. Bei den EMPOWER-Aktionen herrschte großer An-drang – der hohe organisatorische Aufwand im Vorfeld hat sich definitiv gelohnt.“
Fazit: Die Nacht der Wissenschaft 2026 war ein voller Erfolg – für die Technische Hochschule Bingen ebenso wie für das EMPOWER Verbundprojekt. Das große Interesse und die positive Resonanz zeigen, wie wichtig Formate sind, die Wissenschaft sichtbar, verständlich und erlebbar machen.