Smart City Security
- Hochschule Worms
- Cyber Security
- Start: 01-01-2025
- Prof. Dr. Christoph Giess
- Innovation Lab
Das Projekt betrachtet Sicherheitsaspekte, die bei der Entwicklung und Implementierung von smarten Städten berücksichtigt werden müssen. Die „Smartness“ einer Stadt bemisst sich dabei nicht am reinen Einsatz von Technologie. Stattdessen liegt das Augenmerk immer stärker auf Maßnahmen, die das Funktionieren der Stadt sicherstellen und das Leben für ihre Bewohner leichter und lebenswerter gestalten sollen. Digitale Lösungen, wie sie etwa das Internet of Things (IoT) ermöglicht, können auch technologieferne Maßnahmen unterstützen. Beispiele für derartige digitale Lösungen sind:
• Intelligente Stromnetze
• Parkleitsysteme
• Adaptive Verkehrssteuerungen
• Videoüberwachungssysteme
• Straßenbeleuchtungen
• Gebäudeautomatisierungssysteme
• Digitale Behördenplattformen
• Wasserstandssensorik
• Regen- und Sonneneinstrahlungsmessungen
• Luftqualitätssensorik
Sicherheitsvorfälle können hierbei zu beträchtlichen Störungen im Alltagsleben führen, von Verschiebungen in Fahrplänen des ÖPNV über Fehlalarme bis zu Systemstörungen wie Stromausfällen. Verbunden damit können finanzielle oder personenbezogene Folgeschäden sein.
Transferbereiche:
• Wirtschaft
Basierend auf vorhandenen Lösungen, Best Practices und der Analyse tatsächlicher Bedarfe werden Lösungen für Städte erarbeitet, mit denen sie ihre „Smartness“ und somit ihre Attraktivität steigern können. Das Hauptaugenmerk liegt hierbei auf dem Prinzip „Security by Design“: Alle Lösungen werden mit bekannten und möglichen Sicherheitsrisiken beschrieben und mit Umsetzungsempfehlungen versehen. Städte können so bereits bei der ersten Planung den Bereich Sicherheit mitdenken.
• Wissenschaft
Im Rahmen des Projektes werden neben dem örtlich gebundenen Transfer auch Forschungsarbeiten zur IT-Sicherheit der IoT-basierten Kommunikation durchgeführt. Auch die Absicherung der der Kommunikation vor- und nachgelagerten Bereiche wird wissenschaftlich bearbeitet.
Zielsetzung:
Ziel ist die Steigerung der „Smartness“ von Städten in der Region und die Erhöhung ihrer IT-Sicherheit. Dazu werden bestehende Lösungen untersucht, kategorisiert, sicherheitsttechnisch angepasst und auf die unterschiedlichen Größen der regionalen Kommunen skaliert. Der Transfer verläuft aus vorbildhaften Städten auf der ganzen Welt in die EMPOWER-Region.
Methodik/Vorgehensweise:
Das Projekt orientiert sich an folgendem Vorgehen:
• Erfassung von Best Practices von regionalen, nationalen und internationalen Kommunen
• Ermittung tatsächlicher Bedarfe von Städten und Kommunen
• Qualitative Studie für verschiedene Infrastruktursektoren
• Durchführung von Transferworkshops
• Forschung zur Absicherung und Validierung von durch Sensoren erhobenen Daten
• Forschung zu (IoT-)Kommunikationsprotokollen und deren Sicherheit
• Wissenschaftliche Begleitung der vorgeschlagenen Smart City-Lösungen

Bild/CC BY-SA 4.0